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Das HYDROZON®-Verfahren

Auf Basis des bewährten und DIN zertifizierten HYDROZON®-Verfahrens erzeugen die leistungsstarken Hydrozon® Kompakt-Filteranlagen chlorfreies Wohlfühlwasser. Damit wird dauerhaft perfekte Poolwasserqualität grantiert – geruchsfrei, sauerstoffreich, kristallklar und absolut sicher. 

Das Verfahren basiert auf der Oxidationsreaktion von Ozon mit Bromid-Ionen. Diese werden als Natriumbromid (ein natürlicher Meerwasserbestandteil) in geringer Dosis ins Poolwasser mit dem Flockungsmittel BROMOFLOC ® zugegeben. Die Vermischung des Ozons mit dem Wasser erfolgt im geschlossenen hydraulischen Anlagensystem. Das Ozon wird im Ozonerzeuger aus Luftsauerstoff mit Hilfe elektrischer Energie generiert. Im Reaktionsraum wird das Wasser oxidiert und desinfiziert. Gleichzeitig reagiert überschüssiges Ozon mit Bromid-Ionen. 

Dadurch wird „just in time“ und direkt vor Ort das Desinfektionsmittel Hypobromige Säure („Brom“) erzeugt. Hantieren, Lagern und Transportieren gefährlicher Chemikalien ist damit nicht mehr erforderlich.

Clip - so erzeugen wir Wohlfühlwasser

Schema - so desinfizieren wir

Häufig gestellte Fragen

Mit der Entwicklung des Ozon-Brom-Verfahrens durch Hydro-Elektrik wurde ein leistungsfähiges, chlorfreies Aufbereitungsverfahren für private sowie öffentliche Bäder am Markt bereitgestellt. Das vollautomatisch arbeitende Verfahren basiert auf der Reaktion von Ozon mit Bromidionen.

Jedes bromidhaltige Wasser (Thermal- und Meerwasser) arbeitet mit freiem Brom als Desinfektionsmittel. Der Grund ist, dass sowohl Ozon als auch Chlor sofort mit Bromid-Ionen reagieren und damit freies Brom bilden, das als Hypobromige Säure im Wasser verbleibt.

Die Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser im öffentlichen Bereich wird in Deutschland durch die Normenreihe DIN 19643 geregelt. Seit April 2021 ist das Ozon-Brom-Verfahren als Teil 5 im Regelwerk beschrieben. Initiator für den Normungsantrag war die Firma Hydro-Elektrik GmbH, die den Weg der chlorfreien Badewasseraufbereitung vor Jahrzehnten begründet und das Verfahren in der Praxis laufend weiterentwickelt hat. Das Ergebnis dieser Entwicklung sind die optimierten Hydrozon® Kompakt-Filteranlagen.

  • gute Hautverträglichkeit, gerade für sensitive Haut.
  • geruchsarmes und sauerstoffreiches Badewasser mit frischem und perlendem Charakter
  • kein Hantieren und Lagern von gefährlichen Chemikalien zur Desinfektion

Die Hydrozon®-Oxidator-Einheiten der Baureihe POX können in bestehende Anlagen integriert werden. Die Oxidatoren beinhalten alle für den Betrieb erforderlichen Komponenten und werden anschlussfertig und geprüft ausgeliefert. Im Rahmen einer Anfrage findet auch eine Abfrage zu den im wasserführenden System verwendeten Werkstoffe (Filter/Rohrleitungen/Armaturen) statt. Steuer- und regelungstechnische Komponenten können i. d. Regel übernommen werden.

Die Messung des als freies Brom bezeichneten Desinfektionsmittels erfolgt wie bei den Standard-Chlorverfahren mit der DPD-Methode (DPD 1) photometrisch oder manuell durch Farbvergleich mit der Farbscheibe Brom.

DIN 19643 gibt für das freie Chlor - je nach Becken - Werte zwischen 0,3 und 1,0 mg/l vor. Die Werte für das freie Brom von 0,5 - 1,5 mg/l liegen nur vordergründig höher. Der Grund ist das mehr als doppelt so hohe Atomgewicht von Brom mit 79,9 zu Chlor mit 35,45. Die Desinfektionsmittelgehalte sind direkt miteinander vergleichbar.

Brom ist wie Chlor ein Halogen. Als absolut gleichwertige Desinfektionsmittel für die Wasserpflege kommen vorwiegend deren aktivierte Formen als Hypobromige Säure HOBr (freies Brom) und Hypochlorige Säure HOCl (freies Chlor) zum Einsatz. Die beiden stark desinfizierenden Säuren bilden durch Protolyse im für Schwimmbadwasser üblichen pH-Bereich Gleichgewichtsreaktionen mit Hypobromit BrO- und Hypochlorit ClO-.

Meerwasser und Thermalwasser enthalten in der Regel bereits ausreichend Bromid. Bei Süßwasser wird der erforderliche Bromidgehalt durch eine geringe Zugabe von Natriumbromidsalz ins Beckenwasser eingestellt, die Hypobromige Säure entsteht durch Oxidation von Bromid mit Ozon. Durch die Regelung der Ozondosis wird die Menge des erforderlichen Desinfektionsmittels eingestellt.

Brom wirkt pH neutral und benötigt dadurch weniger chemische Zusätze zur pH-Korrektur. Zudem tritt kein störender „Hallenbadgeruch“ durch Trichloramin auf, welches auch für die Reizungen der Augen und Atemwege verantwortlich ist.

Durch die nicht vermeidbare Verdunstung von Wasser erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in der Schwimmhalle und es kann dadurch eine schwüle, Raumluft entstehen, deren Wasserdampfanteil auch die Bausubstanz schädigen kann.

Eine kontinuierlich, automatisch arbeitende Lüftungsanlage muss für den erforderlichen Luftaustausch, die Entfeuchtung sowie eine angenehme Temperatur in der Schwimmhalle sorgen. Durch moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung kann ein großer Teil der Wärmeenergie im Schwimmbadkreislauf gehalten werden.

Ein Schwimmbad soll ein Ort der Ruhe sein, an dem man den stressigen Arbeitsalltag schnell vergessen kann. 
Ein Ort, an dem Geist und Seele Entspannung und Erholung finden und der Körper Energie tanken kann. Das zentrale Element im Pool ist und bleibt das Wasser. Dessen Qualität ist der entscheidende Wohlfühlfaktor, denn es beeinflusst direkt unsere Sinne. Das Wasser soll geruchlos, optisch klar und sanft zu den Augen und dem größten Wahrnehmungsorgan unserer Haut sein. Das Wasser soll deshalb eine angenehme Temperatur haben, nicht reizend sein und sich fein perlend anfühlen.

Durch das chlorfreie Ozon-Brom-Verfahren wird das aufbereitete Wasser zum besonders angenehmen Wohlfühlwasser, das gerade für sensitive Haut besonders geeignet ist.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Desinfektionsmittel vor dem Filter gebildet und der Filter vollständig mit Desinfektionsmittel durchströmt wird. Eine Filterverkeimung wird dadurch unterbunden.

Aus technischer Sicht ist bei Hydrozon® Kompakt-Filteranlagen Funktionalität und Kompaktheit ideal miteinander vereint. Die platzsparenden vollautomatischen Kompaktanlagen verfügen über sämtliche Steuerungs- und Überwachungsfunktionen mit der Möglichkeit zum Fernzugriff über mobile Endgeräte.

Hantieren und Lagern von gefährlichen Chemikalien entfallen beim pH-neutral arbeitenden HYDROZON®-Verfahren, was für das Personal äußerst vorteilhaft ist.

Durch den überstöchiometrischen Gehalt von Natriumbromid-Salz im Badewasserkreislauf, wird gewährleistet, dass sämtliches Ozon mit Natriumbromid zu Hypobromiger Säure oxidiert wird. Die eigentliche Ozonreaktion findet vor dem Filter statt. Hypobromige Säure passiert den Filter und wirkt als Desinfektionsmittel im Beckenbereich. 

Bei der Reaktion des Desinfektionsmittels mit den Wasserinhaltsstoffen wird Sauerstoff abgespalten, welcher zusammen mit dem durch die Ozonung eingetragenen Sauerstoff, für den frischen Charakter des Wassers sorgt.

Die Bromidgehalte liegen beim HYDROZON®-Verfahren zwischen 20 und 40 mg/l und damit weit unter den natürlichen Bromidgehalten von Meerwasser- und Sole- Schwimmbädern, welche bis zu 70 mg/l aufweisen können. Brom und Chlor sind in ihrer elementaren Form ätzend und giftig. Beide sind Halogene und als hervorragende Desinfektionsmittel bekannt. Die Wirkungsmechanismen in Bezug auf die Desinfektionskapazität im Beckenbereich (Hypobromit - Hypochlorit) sind vergleichbar. Dies trifft auch auf die mögliche Bildung anorganischer Verbindungen (THM) zu. Insofern ist der Einsatz von Brom im Schwimmbad nicht gefährlicher als die Verwendung von Chlor. Im Gegensatz zu Chlor handelt es sich beim Flockungsmittel BROMOFLOC® um kein Gefahrgut!

BROMOFLOC® ist ein speziell für das HYDROZON®-Verfahren entwickeltes chemisch- physikalisches Hilfsmittel (Flockungsmittel). Es ist eine Lösung aus Polyaluminiumchlorid mit Natriumbromid als Additiv. BROMOFLOC® ist kein Gefahrgut im Sinne der Transportvorschriften.